Laney AOR 50: Vorverstärker mit allen Reglern

Worum es geht

Der komplette Vorverstärker des AOR 50, von der Eingangsbuchse HIGH bis hinter Master Volume und Preamp 1 Level, nach dem Laney-Schaltplan Drawing 1054 (1985). Mit beiden Kanälen, Mid Boost, Top Boost, Bass Boost und den Kondensatoren aus dem Bass-Umbau.

Foto der Frontplatte des AOR 50 mit drehbaren Reglern
Bedienung der FrontplatteKnopf nach oben oder unten ziehen = drehen; seitliches Wischen dreht nie. Antippen öffnet darunter einen großen Feinregler, bei Bass, Middle, Treble und Preamp 1 Volume mit dem Zugschalter. Zugschalter auch durch Antippen der Aufschrift PULL BOOST / PULL ON, Eingang durch Antippen der Buchse LOW oder HIGH. Die Kontrollleuchte zeigt Preamp 1 an. Abgedunkelt ist, was gerade nichts bewirkt; PRESENCE wirkt mit der Option „Effektweg + Endstufe“ (Gegenkopplung der Endstufe); REVERB (Hall) ist nicht im Modell. Aufdruck als Vektorgrafik neu gesetzt.
Aktuelle Einstellung Original-Bauteile, gleicher Kanal, alle Regler wie Grundstellung, Schalter aus

Anhören

Röhren je Fassung (Doppeltrioden); * = an den Datenblatt-Arbeitspunkt angepasstes Modell, abseits davon weniger gesichert.

Was die Verzerrung rechnet, Röhrenmodelle, Überabtastung

Aus: Alle sechs Röhrenstufen werden linear gerechnet. Du hörst exakt die Klangformung durch Kanäle, Klangregler, Boosts, Master und Kondensatoren, aber keinen Overdrive.

oder hierher ziehen (MP3, WAV, FLAC, OGG, M4A)
0:00 / 0:00
−6 dB

Würde die Röhrenstufe übersteuern?

100 mV
Hinweise zu Pegel und Verarbeitung

Der Spitzenwert der Audiodatei wird dem eingestellten Instrumentenpegel gleichgesetzt. Den kennt der Simulator nicht; er hängt stark von Instrument und Spielweise ab und lässt sich am genauesten mit einem Oszilloskop am Instrumentenkabel messen. Grenze je Stufe: Die Spannung zwischen Gitter und Kathode erreicht die Vorspannung aus dem Schaltplan. Sobald eine Stufe übersteuert, ist das Signal dahinter in Wirklichkeit schon begrenzt; maßgeblich ist die erste rote Stufe.

Die Datei wird nur in deinem Browser verarbeitet und nirgendwohin hochgeladen, in Mono gerechnet und im Loop abgespielt. Die Wiedergabe ist auf die Grundstellung des jeweiligen Kanals eingepegelt; Regler, Boosts und Master ändern die Lautstärke also wie am echten Verstärker. Beim Kanalwechsel rechnet der Simulator den neuen Kanal zuerst auf das laufende Signal ein und blendet dann über, deshalb setzt er etwa 20 bis 40 ms verzögert ein.

Bauteilwerte

Geänderte Werte sind blau markiert. Der Umbau tauscht nur Kondensatoren, deren wirksame Grenzfrequenz im Original über 35 Hz liegt (C3 Pol 229 Hz, C14 rund 75 Hz, C2 in Preamp 2 50,7 Hz). Nicht mehr enthalten, weil schon unter 35 Hz: C6, C9, C13 sowie in der Endstufe C21/C22 (25,8 / 25,2 Hz) und C19 (15,9 Hz). Ihre Werte lassen sich im Bauteilfeld weiterhin von Hand ändern. C19 wird nicht gerechnet: Er liegt in der Gegenkopplung über den Ausgangsübertrager, ohne dessen Daten lässt sich seine Wirkung nicht bestimmen.

Was die Schalter gerade bewirken

Schalter41 Hz100 Hz400 Hz1 kHz7 kHz

Pegeländerung in dB, wenn der jeweilige Schalter zur aktuellen Einstellung umgeschaltet wird. Master Volume ausprobieren: Je weiter er zurückgedreht ist, desto stärker wirken Top Boost und Bass Boost.