Der komplette Vorverstärker des AOR 50, von der Eingangsbuchse HIGH bis hinter Master Volume und Preamp 1 Level, nach dem Laney-Schaltplan Drawing 1054 (1985). Mit beiden Kanälen, Mid Boost, Top Boost, Bass Boost und den Kondensatoren aus dem Bass-Umbau.
Röhren je Fassung (Doppeltrioden); * = an den Datenblatt-Arbeitspunkt angepasstes Modell, abseits davon weniger gesichert.
Aus: Alle sechs Röhrenstufen werden linear gerechnet. Du hörst exakt die Klangformung durch Kanäle, Klangregler, Boosts, Master und Kondensatoren, aber keinen Overdrive.
Ein: Die Röhren werden mit dem veröffentlichten 12AX7-Modell von Norman Koren gerechnet, einschließlich Gitterstrom. Das ist eine Schätzung: Der Röhrentyp steht nicht im Plan, und das Modell ist nicht mit einem echten AOR 50 verglichen. Es trifft die Kathodenspannungen aus dem Plan auf 0,1 V, liegt bei den Anodenspannungen aber 3 bis 11 V (2 bis 8 %) darüber. Die Lautstärke hängt jetzt vom Instrumentenpegel unten ab, wie am echten Verstärker.
Verzerrung erzeugt Obertöne oberhalb der halben Abtastrate, die als unharmonische Störtöne zurückgespiegelt werden. Gemessen bei 100 mV: in Preamp 1 bei 2-facher Überabtastung −64 bis −87 dB, in Preamp 2 bei hohen Tönen nur −32 dB, bei 1-fach −23 dB. Rechenlast auf einem aktuellen Rechner bei 2-fach etwa 37 bis 51 % eines Prozessorkerns mit Bass-typischen Signalen, bei hohen, stark verzerrten Tönen bis 74 %; 1-fach braucht rund die Hälfte. Beim Einschalten misst die Seite ihr Gerät und wählt entsprechend. Wenn es trotzdem knackt oder aussetzt: 1-fach wählen.
Der Spitzenwert der Audiodatei wird dem eingestellten Instrumentenpegel gleichgesetzt. Den kennt der Simulator nicht; er hängt stark von Instrument und Spielweise ab und lässt sich am genauesten mit einem Oszilloskop am Instrumentenkabel messen. Grenze je Stufe: Die Spannung zwischen Gitter und Kathode erreicht die Vorspannung aus dem Schaltplan. Sobald eine Stufe übersteuert, ist das Signal dahinter in Wirklichkeit schon begrenzt; maßgeblich ist die erste rote Stufe.
Die Datei wird nur in deinem Browser verarbeitet und nirgendwohin hochgeladen, in Mono gerechnet und im Loop abgespielt. Die Wiedergabe ist auf die Grundstellung des jeweiligen Kanals eingepegelt; Regler, Boosts und Master ändern die Lautstärke also wie am echten Verstärker. Beim Kanalwechsel rechnet der Simulator den neuen Kanal zuerst auf das laufende Signal ein und blendet dann über, deshalb setzt er etwa 20 bis 40 ms verzögert ein.
Der Spitzenwert der Audiodatei wird dem eingestellten Instrumentenpegel gleichgesetzt; er bestimmt, wie stark die Röhren ausgesteuert werden. Die Anzeige zeigt die tatsächlich gerechnete Aussteuerung jeder Stufe: Spitze der Gitter-Kathoden-Spannung gegenüber ihrem Ruhewert, im Verhältnis zur Vorspannung im Arbeitspunkt des Modells. Die Übersteuerung vorheriger Stufen ist dabei schon enthalten.
Die Datei wird nur in deinem Browser verarbeitet und nirgendwohin hochgeladen, in Mono gerechnet und im Loop abgespielt. Die Lautstärke folgt dem Instrumentenpegel wie am echten Verstärker; Vollaussteuerung entspricht 20 V am Ausgang des Vorverstärkers. Bei Kanalwechsel oder beim Ein- und Ausschalten der Verzerrung startet eine frische Schaltung im Ruhezustand und wird über 30 ms eingeblendet.
Warum Volume-Regler hier oft kaum lauter machen: Übersteuert eine Röhrenstufe, begrenzt sie den Pegel. Ein Regler davor (Preamp 1 Volume, Preamp 2 Volume) ändert dann vor allem, wie stark sie verzerrt, und kaum die Lautstärke. Gerechnet in Preamp 2: Preamp 2 Volume von 10 auf 2 senkt den Pegel bei 0,1 mV Instrumentenpegel um 13,8 dB, bei 10 mV nur noch um 0,9 dB. Master Volume und Preamp 1 Level liegen hinter allen Röhrenstufen und ändern die Lautstärke immer voll. So verhält sich auch ein echter Verstärker mit Master-Regler.
Geänderte Werte sind blau markiert. Der Umbau tauscht nur Kondensatoren, deren wirksame Grenzfrequenz im Original über 35 Hz liegt (C3 Pol 229 Hz, C14 rund 75 Hz, C2 in Preamp 2 50,7 Hz). Nicht mehr enthalten, weil schon unter 35 Hz: C6, C9, C13 sowie in der Endstufe C21/C22 (25,8 / 25,2 Hz) und C19 (15,9 Hz). Ihre Werte lassen sich im Bauteilfeld weiterhin von Hand ändern. C19 wird nicht gerechnet: Er liegt in der Gegenkopplung über den Ausgangsübertrager, ohne dessen Daten lässt sich seine Wirkung nicht bestimmen.
| Schalter | 41 Hz | 100 Hz | 400 Hz | 1 kHz | 7 kHz |
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Pegeländerung in dB, wenn der jeweilige Schalter zur aktuellen Einstellung umgeschaltet wird. Master Volume ausprobieren: Je weiter er zurückgedreht ist, desto stärker wirken Top Boost und Bass Boost.